Unser aktuelles Magazin "Frauen machen Informatik"

 ist im September 2017 erschienen.

Titel41Die Ausgabe Nr. 41 hat den Schwerpunkt  "Usability". 

Editorial

Das letzte Magazin „Frauen machen Informatik“ hatte den Untertitel „30 Jahre Fachgruppe“. Die vorliegende Ausgabe markiert ebenfalls einen runden Geburtstag, denn im Herbst 1987 erschien die erste Vorabversion des Rundbriefs, wie unser Magazin bis 2011 hieß. Ich finde, es ist eine enorme Leistung, ein solches Druckerzeugnis über dreißig Jahre völlig ehrenamtlich zu erstellen und mit Inhalt zu füllen. Ich möchte an dieser Stelle allen, die daran mitgewirkt haben, ganz herzlich danken!

Übrigens sind alle Hefte in digitalisierter Form über unsere Homepage www.frauen-informatik.de zugreifbar. Das lässt mich gleich die nächste Gratulation aussprechen. Ein Team unter der kompetenten Leitung von Gaby Zinßmeister hat den Webauftritt neu gestaltet. Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten und freuen uns auf weitere rege Inanspruchnahme.

Nun aber zum aktuellen Magazin. Das Schwerpunktthema heißt Usability, ein Bereich der Informatik, der viele Aspekte umfasst. Die abgedruckten Kurzfassungen der bei unserer Jahrestagung gehaltenen Vorträge beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Dank unserer Gastgeberinnen an der Hochschule Fulda erhielten wir im bestens ausgestatteten Usability Lab zusätzlich ganz konkrete Eindrücke und Einsichten. Bilder dazu finden Sie ebenfalls im Heft.

Die Artikel sind dieses Mal von besonderen visuellen Notizen begleitet, sogenannten Sketchnotes. Karin Vosseberg steuert eine kurze Erläuterung der Technik bei und ist, wie man an den Beispielen sieht, schon eine Meisterin der Darstellung!

Neben der rein fachlichen Materie beschäftigen wir uns immer wieder mit Informatik-politischen Themen. Davon zeugen in diesem Magazin mehrere Beiträge. Martine Herpers wirft in ihrem Artikel „Die Gender-diverse Hochschule 3.0“ einen Blick auf die Gleichstellungsarbeit in den Hochschulen. In die ganz hohe Politik führt der Women20 Summit, in dessen Vorfeld das Thema Digitale Transformation diskutiert und Forderungen aus Frauensicht formuliert wurden. Mehrere Frauen aus unseren Reihen nahmen an der Tagung „Die janusköpfige Digitalisierung“ teil, die gemeinsam von der Politischen Akademie Tutzing und der Gesellschaft für Informatik durchgeführt wurde.

Auch in diesem Heft zeigen wir wieder einige Statistiken zum Thema Frauen und Informatik, dieses Mal nicht nur national. CEPIS (The Council of European Professional Informatics Societies) repräsentiert über 30 nationale europäische Informatik-Gesellschaften und erstellt u.a. Studien und Statistiken. Sabine Kruspig vertritt unsere Fachgruppe in der CEPIS Women in ICT Task Force. Der Beitrag von Maike Radermacher resultiert aus dem Engagement eines einzelnen Unternehmens, das dieses Thema aus seiner Sicht wichtig findet.

Ich habe mit einem Blick zurück begonnen und finde es passend mit einem solchen zu schließen. Meiner Ansicht nach ist das bei der Gründung der Fachgruppe formulierte Selbstverständnis trotz aller technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen immer noch zutreffend:

Die Fachgruppe sieht ihre Aufgabe darin, sich mit der Situation von Frauen als Gestalterinnen und Betroffene von Informations- und Kommunikationstechnologie auseinanderzusetzen. Sie möchte dabei ein Forum der Information und der Diskussion sein, um die Folgen der aktuellen Entwicklungen auf diesem Gebiet abzuschätzen und Impulse für eine Gestaltung von Technikentwicklung und -einsatz zu geben, die an den Interessen von Frauen orientiert sind.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine anregende Lektüre!

Ursula Köhler


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